Early-Check-in

»Man freut sich auf die frühere Übernahme und es scheitert dann trotzdem«

Viele Charter-Urlauber möchten die Möglichkeiten eines Early-Check-ins nutzen. Wir haben mit Marvin Kather über die Vor- und Nachteile sowie über Kosten und Alternativen gesprochen. 

Marvin Kather, Geschäftsführer der 1a Yachtcharter GmbH
©1a Yachtcharter GmbH

Wie läuft der Early-Check-in vor Ort ab?

Der Early-Check-in ermöglicht es den Kunden die gebuchte Yacht etwas früher zu übernehmen. Dafür werden beim Vercharterer vor Ort beispielsweise die technische Überprüfung und die Reinigung der Yacht vorgezogen, sodass der Kunde zur gebuchten Zeit an Bord gehen kann. In der Regel ist dieser Service für den Charter-Kunden mit zusätzlichen Kosten verbunden. Natürlich bieten einige Partner diesen Service nicht pauschal an, sondern übergeben die Yachten konservativ so schnell wie möglich, je nach Verfügbarkeit.

Bis wann spätestens sollte der Kunde einen Early-Check-in buchen?

Die Kunden sollten im Idealfall so früh wie möglich bei uns anfragen, da bei den Vercharterern oft nur ein bestimmtes Kontingent zur Verfügung steht. Auch benötigen wir als Agentur etwas Zeit für die Abwicklung solcher Anfragen bei unseren Partnern.

Wie hoch sind in etwa die Kosten?

Die Kosten für einen Early-Check-in können stark variieren. Wenn der Kunde einen kostenpflichtigen Early-Check-in bucht, liegen die Kosten je nach Vercharterer zwischen 50 und 200 Euro, teilweise auch höher bis 300 Euro. Wie bereits erwähnt, kommt es aber auch vor, dass Kunden ihre Yacht ohne die Buchung eines Early-Check-ins früher übernehmen können. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Yacht von der Vor-Crew früher zurückgegeben wird und der Vercharterer eher mit Reinigungs- und Reparaturarbeiten fertig ist. In solchen Fällen ist der frühere Check-in für den Kunden kostenfrei.

Was sind die wichtigsten Vor- und Nachteile?

Der wichtigste Vorteil ist ganz klar die Möglichkeit der früheren Anreise. Die Kunden können die Yacht somit noch den ganzen Samstag nutzen.

Eine frühere Übernahme kann allerdings nie zu hundert Prozent garantiert werden. Es hängt immer davon ab, in welchem Zustand die Yacht von der Vor-Crew verlassen wurde und ob Reparaturen notwendig sind. Falls der Vercharterer einen Aufpreis für den Early-Check-in festlegt, muss dieser aber nur bezahlt werden, wenn die frühere Übernahme auch stattfindet.

Welche Erfahrungen haben die Kunden bislang gespiegelt?

Den Kunden sind die Vorteile natürlich bekannt, die genannten Nachteile eher selten. Es kommt leider immer wieder vor, dass sich die Kunden auf die frühere Übernahme freuen und diese scheitert aus genannten Gründen dann trotzdem. Für uns als Charter-Agentur ist die Enttäuschung der Kunden darüber absolut nachvollziehbar. Wir klären bei der Anfrage deshalb über die Vor- und Nachteile genau auf. Ein weiterer Aspekt, der von den Crews negativ Bewertet wird, sind die hohen Kosten.

Würdest du einen Early-Check-in auch selbst in Anspruch nehmen?

Ja, wahrscheinlich schon. Ich würde es vor allem von meinen Flugzeiten abhängig machen. Wenn ich bereits am Vormittag anreisen und nicht lange warten möchte, halte ich einen Early-Check-in durchaus für sinnvoll. Generell würde ich den Kunden einen Early-Check-in aber nur empfehlen, wenn der Preis stimmt. Ab 150 Euro stufe ich es als zu teuer ein. Vor allem deshalb, weil die frühere Übernahme nicht garantiert werden kann.

 

1 comment

  • Ich habe bislang nur gute Erfahrungen mit dem EarlyCheckIn in Kroatien gemacht! Hinsichtlich der Kosten sehe ich es ähnlich, ab 150,- € wird auch uns der Spaß zu teuer. Bei einer normalen Übernahme, in der Regel um 17.00 Uhr, ist allerdings eine gewisse Hektik am 1. Urlaubstag schon vorprogrammiert. Übernahme, Boot beziehen, Proviant bunkern, Sicherheitseinweisung, da sind schnell 4-5 Stunden weg. Ich kann man ich Zeiten erinnern, da konnten die Boote 15.00 Uhr standardmäßig übernommen werden. Aus meiner Sicht ein guter Kompromiss!

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