Kapverdische Inseln – ein Archipel voller Sonne, Wind und Musik

Wenn die Temperaturen in Deutschland sinken und die Tage grauer werden, sind die Kanaren ein beliebtes Ziel, um ganzjährig bei angenehmen Temperaturen segeln zu können. Folgt man der Landkarte aber ein Stück weiter südlich, taucht hier ein zweiter spannender Inselarchipel auf, der die gleichen Bedingungen bietet, aber noch nicht vom Tourismus überrannt wird – die Kapverdischen Inseln.

Wie ein Hufeisen liegen die 14 Kapverdischen Inseln etwa 500 Kilometer vor der Küste Senegals. Nur neun von ihnen sind bewohnt. Einst gehörten die Inseln zu Portugal, seit 1975 bilden sie ein unabhängiges Land. Die Wirtschaft ist aufgrund von Ressourcenknappheit dienstleistungsorientiert und der Tourismus spielt dabei eine wichtige Rolle. Dadurch gibt es bereits eine vergleichsweise gute Infrastruktur. Das Land gehört außerdem zu den stabilsten in Afrika. Die Bewohner der Kapverden sind freundlich und hilfsbereit und, wer die einheimischen Lokale, Restaurants, Unterkünfte und Läden nutzt, unterstützt damit die Bevölkerung vor Ort statt ausländische Investoren.

Der zuverlässige Nordost-Passat macht das Land zu einem idealen Ziel für Segler. Auch Surfer schätzen die stetigen Winde und guten Wellen. Unter Wasser können Taucher eine Vielfalt an Arten sowie Unterwasserhöhlen und Korallenriffe entdecken. Auch über Wasser bieten die Inseln landschaftlich eine bunte Abwechslung. Entstanden sind die Inseln durch vulkanische Aktivität, wurden aber durch Wind und Wetter ganz unterschiedlich gestaltet. Strandurlauber finden lange, weiße Sandstrände und angenehme Wassertemperaturen zum Baden vor. Die Inseln Santo Antão, São Nicolau oder Fogo sind durch ihre Vulkan- und Gebirgslandschaften sowie üppiger Vegetation beliebte Ziele für Wanderer. Die Kapverdischen Inseln sind ein Revier für erfahrene Segler und Blauwassersegler, die auch mit dem unruhigen Atlantik zurechtkommen, oder für einen Törn mit Skipper an Bord. Auf einer Yachtcharter Kap Verde können Sie bei uns von der Insel São Vicente im Westen oder der Insel Sal im Osten in den Archipel starten.

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Ein Törn in den westlichen Inseln –
Tropische Natur, Musik und Gesang

Auf São Vicente liegt in der Stadt Mindelo der wichtigste Hafen der Kapverdischen Inseln. Er spielte einst und auch heute noch eine wichtige Rolle bei Transatlantikfahrten. Hier findet man nahe des Hafens alles Wichtige zur Törnversorgung. Da die Insel fruchtbarer ist als die Insel Sal, auf der der andere Hafen von Kapverde liegt, gibt es hier auch eine vielfältigere Auswahl an Lebensmitteln.
Mindelo ist auch das kulturelle Zentrum des Archipels. In der Stadt stehen schöne Stadt- und Bürgerhäuser sowie ein Gouverneurspalast aus dem 19. Jahrhundert. Vom alten Fort aus hat man eine schöne Übersicht über die ganze Bucht. Es finden sich Cafés, Restaurants, Bars, Diskotheken und Geschäfte zum Ausgehen und Shoppen. Eine wichtige kulturelle Rolle spielt die Musik und die Stadt hat eine rege Künstlerszene. Die Kapverdischen Inseln sind dabei besonders bekannt für den traditionellen Morna, einem Gesang, der dem portugiesischen Fado ähnelt. Viele Lokale bieten Live-Musik-Veranstaltungen an, die man auf jeden Fall besuchen sollte. Bekannteste Vertreterin war die international bekannte Sängerin Cesaria Évora.

Die Insel Santo Antão, die zweitgrößte, ist durch ihr hohes, schroffes Gebirge und ihre immergrünen Täler ein beeindruckendes Wanderziel. Vor allem der Nordosten ist reich an Vegetation. Hier liegt auch der höchste Punkt der Insel, der Topa da Coroa, mit über 1900 Metern. Die Insel ist vulkanisch geprägt und ein Highlight ist eine Wanderung von der Caldeira des Cova-Kratersin die Ribeira do Paúl, das fruchtbarste Tal der Insel. Ab und an tauchen kleine Dörfer auf, die sich an die schroffen, grünen Berghänge schmiegen, wie etwa das Dorf Fontainhas. Auch São Nicolau ist ähnlich Santo Antão bestens für Wanderungen geeignet, vor allem der Westen der Insel um den Monte Gordo.

Ein Yachtchartertörn zu den östlichen Inseln –
Strand, Sonne und Wind auf den Wüsteninseln

Die östlichen Inseln Sal und Boa Vista sind dagegen sehr trocken. Auf Sal wechselt die flache Landschaft zwischen Wüsten und Oasen ab. Wie der Name verrät, wurde auf der Insel lange Zeit Salz in Salinen abgeschöpft, etwa in Pedra de Lume nahe der Hauptstadt Espargos, wo man heute die alten Anlagen besichtigen und die Salinen für ein Bad wie im Toten Meer nutzen kann. Bei Strandurlaubern ist die Insel mit ihren langen, weißen Sandstränden zum Entspannen und Relaxen beliebt. Vor allem der Ort Santa Maria ist Anlaufpunkt für Urlauber wegen der schönen Strände. Hier gibt es dementsprechend Restaurants, Boutiquen und Geschäfte zum Bummeln und Verweilen.
Kite-Surfer, Windsurfer und Wellenreiter schätzen die beständigen Winde und perfekten Wellen ab November. Taucher können hinunter zu Höhlen und Riffen tauchen, wie zur eindrucksvollen Unterwasserhöhle Olho Azul bei Palmeira, wo sich auch die Marina befindet. Und was sich oberhalb des Wasserspiegels als karg präsentiert, ist unterhalb umso vielfältiger, denn hier tummeln sich viele Fisch- und Korallenarten.
Auch Boa Vista südlich von Sal ist geprägt von Sand und Trockenheit. Sie wird weniger touristisch besucht als Sal. Geschäfte und Restaurants gibt es daher hauptsächlich im Hauptort Sal Rei. Wie Sal zieht die Insel hauptsächlich Sonnenurlauber, Surfer und aufgrund der reichen Unterwasserwelt auch Taucher an.

Anreise und praktische Informationen

Für die Einreise benötigen deutsche Staatsbürger einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig sein sollte. Für einen Aufenthalt von 30 Tagen brauchen deutsche Staatsangehörige kein Visum mehr, müssen sich aber online registrieren. Nähere Informationen finden Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes.
Als Währung ist auf den Inseln der Kapverdische Escuda (CVE) gängig. Auf den Inseln Sal, Sao Vicente und Boavista werden auch Euros in kleinen Einheiten angenommen. Die Bewohner sprechen Portugiesisch und Kriolu, eine Mischung aus Portugiesisch und afrikanischen Einflüssen. Sie lernen auch Englisch und Französisch in der Schule, trotzdem muss man sich manchmal mit Händen und Füßen verständigen, die Bewohner sind aber sehr hilfsbereit. Die Trinkwasserversorgung ist das Wichtigste bei der Wärme und für die Inselbewohner das schwierige aufgrund fehlender Quellen auf manchen Inseln. Daher wird das Trinkwasser aufwendig über Entsalzungsanlagen gewonnen und es sollte sorgsam damit umgegangen werden.
Von Deutschland aus werden von den größten Städten Direktflüge angeboten, ansonsten gehen die Flüge in der Regel über Portugal und dauern etwa 7 Stunden. Der Flughafen von Mindelo liegt 10 Kilometer von der Marina entfernt. Zum Stützpunkt Palmeira reist man über den Flughafen der Hauptstadt Sals, Espargos, an. Espargos liegt nur 4 Kilometer von Palmeira entfernt.

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