Segeln und jeck sein – In welchen Revieren jetzt der Karneval tobt

Sie sind gerade im Segelurlaub und vermissen dennoch das karnevalistische Treiben daheim? Vielleicht findet bei Ihnen um die Ecke, nur einen Schlag entfernt, ja gerade auch jeckes Treiben statt. Oder Sie planen gerade für das nächste Jahr einen Frühjahrstörn mit einem bunten Landprogramm. Wie sieht es denn mit dem Karneval in beliebten Segelrevieren aus? Wird da überhaupt gefeiert?

Brasilien: Samba um den Zuckerhut

Ein Karnevalsklassiker, von welchem ein jeder schon mal gehört hat und welcher sich vielleicht auf der ein oder anderen „To-Do-Liste“ für das Leben befindet, ist der Karneval in Rio. Segeln Sie vielleicht gerade in Brasilien oder planen Sie für das nächste Jahr einen Törn von Angra dos Reis oder Paraty aus, machen Sie doch einen Abstecher vorbei am Zuckerhut. Von Freitag bis Dienstag vor Aschermittwoch verwandelt sich die ganze Stadt in eine einzige große Party. Auf den Straßen und am Strand finden  immer wieder Umzüge statt. Mobile Getränke- und Essensstände versorgen die tanzenden Menschen und die ganze Stadt ist in bunten Frohsinn getaucht. Höhepunkt sind die spektakulären und farbenfrohen Sambaumzüge im Sambodrom mit Tausenden Tänzern in aufwendigen Kostümen. Jeden Tag finden dort nach bestimmten Kategorien unterteilt Sambawettkämpfe der einzelnen Sambaschulen statt. Jede Schule hat 80 Minuten Zeit, ihr Können darzubieten und die Zuschauer zu beeindrucken. Es gibt verschiedene Ligen und die Möglichkeit auf- oder abzusteigen. In diesen Shows steckt also nicht nur die pure Freude, die Tänzer und Tänzerinnen geben alles, um Zuschauer und Juroren in ihren Bann zu schlagen.

Karneval ganz unterschiedlich: Bei einigen geht es bunt zu, bei anderen dominiert weiß, wieder andere hüllen sich in Masken. ©Ugur Apaci/Unspleash

Karneval auf den Kanaren: farbenfroh oder weiß?

Auch auf den Kanaren wird der Karneval groß gefeiert. Auf Teneriffa wird jedes Jahr in der Hauptstadt der Insel, Santa Cruz de Tenerife, unweit von Radazul insgesamt zwei Wochen lang bunt gefeiert. Wer den Karneval in Rio bereits kennt, wird sich hier von den vielen Farben, den Rhythmen und dem Charme des Karnevals an den brasilianischen erinnert fühlen. Jedes Jahr wird am Mittwoch vor Aschermittwoch eine Festkönigin gekürt. Innerhalb der Stadt finden viele kleinere Umzüge mit bombastischen Kostümen statt und am Dienstag vor Aschermittwoch findet das bunte Treiben im „Desfile de Coso“, einem großen Umzug, seinen Höhe- und Endpunkt.

Auch auf der Nachbarinsel Gran Canaria wird in Las Palmas de Gran Canaria der Carnival zelebriert. Hier beginnen die Feierlichkeiten bereits drei Wochen vor Aschermittwoch und bieten mit Umzügen, Galas und der Wahl einiger Königinnen in verschiedenen Kategorien ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm.

Auf der Kanareninsel La Palma wird im Rahmen des Carnival der sogenannte „Dia de los Indianos“ begangen und auch anderen Städte der Inselgruppe haben diese Tradition bereits übernommen. Hier lautet die offizielle Kleiderordnung „Hauptsache weiß“. Mit Mehl oder Talkum-Puder wird dafür gesorgt, dass auch wirklich jeder von Kopf bis Fuß weiß wird. Das Brauchtum nimmt die einst wohlhabenden Palmeros auf die Schippe, die in Übersee zu Reichtum gekommen sind und das mit weißer Kleidung zur Schau getragen haben. Durch die Städte Santa Cruz und Los Llanos ziehen am Rosenmontag Festumzüge und Tänzer in aufwendigen Kostümen.

Portugal ganz ausgelassen

Auch Portugal hat jecke Ecken. Besonders auf Madeira und an der Algarve wird, ähnlich wie in Rio, mit bunten Umzügen und Samba-Musik auf der Straße gefeiert. In Funchal, der Hauptstadt von Madeira, findet am Samstag vor Aschermittwoch die traditionelle Karnevalsparade statt. Durch die Innenstadt zieht ein großer Sambatross, jedes Jahr einem bestimmten Thema untergeordnet, und die Besucher schmücken sich mit bunten Kostümen, um zur Musik zu tanzen.
Das Karnevalszentrum der Algarve befindet sich in Loulé, unweit von Vilamoura und Faro. Der Karnevalsumzug, der „Corso Carnevalesco“, ebenfalls dem brasilianischen Karneval nachempfunden, zieht durch die Innenstadt, um Musik und gute Laune zu verbreiten.

Weitere Karnevalshochburgen in Europa

Nicht nur in Venedig, auch in Kroatien maskieren sich die Jecken. ©Marc Vandecasteele/Unspleash

Auch in anderen Segeldestinationen wird die fünfte Jahreszeit ordentlich gefeiert. Wer kennt ihn nicht, den Karneval in Venedig. Mit phantasievollen Masken und choreographierten Feuerwerken verwandelt sich die Stadt jedes Jahr in ein prunkvolles Fest. Auch auf Sizilien und in Viareggio in der Toskana hat der Karneval Bedeutung.

Ebenso in Kroatien, besonders in der Kvarner Bucht wird die Zeit vor der 40-tägigen Fastenzeit vor Ostern mit wildem Treiben gefeiert. Die Tradition der Glockenträger (Zvončari) aus Rijeka wird seit 2009 gar auf der Liste des immateriellen Kulturerbes der UNESCO geführt. Seit über 500 Jahren ziehen am Karnevalssonntag die Glockenträger in meist grotesken Kostümen von der Hafenpromenade aus durch die Stadt und vertreiben mit Ritualen und Tänzen die Geister des Winters. Auch in Split und Dubrovnik wird traditionell gefeiert, hier erinnert der Karneval eher an die Maskenbälle aus Venedig.

Die kleine Stadt Patras in Griechenland verwandelt sich seit den 1870ern jedes Jahr im Februar in eine einzige bunte Party. Hier findet der größte Umzug des Landes mit mehreren Zehntausend Teilnehmern statt und lockt Jahr für Jahr noch wesentlich mehr Schaulustige an, zu denen nicht nur Griechen gehören.

An der Côte d’Azur findet sich eine schöne Besonderheit im Karnevalsbrauchtum: Hier werden in Nizza große blumengeschmückte Wagen durch die Stadt gezogen, von welchen Kostümierte ebenfalls Blumen statt Süßigkeiten in das Publikum werfen.

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