Spendenorganisationen – soziale Segelprojekte, Meeres- und Tierschutz

Die Weihnachtszeit und der Jahreswechsel sind für viele auch die Zeit, an Hilfs-, Umwelt- oder andere Organisationen zu spenden. Wir stellen Ihnen 8 Organisationen vor, die sich für den Schutz von Meerestieren, für Schiffbrüchige, Flüchtlinge, für Diversität an Bord und die Entmüllung der Meere einsetzen. Und vielleicht entwickelt sich ja eine regelmäßige Förderung daraus, die den Organisationen das ganze Jahr über eine konstante, gute Arbeit ermöglicht. Es gibt auch die Möglichkeit, dort aktiv mitzuhelfen. 

 

Die Inklusionspiraten

Ein besonderes Konzept verfolgen die Inklusionspiraten: In ihren barrierefreien Booten können Menschen ohne und mit einer Behinderung, ganz gleich ob körperlich oder geistig, zusammen segeln. Mit dem Verein Meer bewegt bieten sie regelmäßige Segelkurse, Schnuppersegeltage, kostenloses Sonntagssegeln, wöchentliche Trainings für Schulklassen aus einer Förderschule und Segeltage für Gruppen und Familien an. Auch eine jährliche Regatta gibt es mittlerweile. Eine tolle Sache, die Menschen auf dem Wasser zusammenbringt.
https://www.meer-bewegen.de/

 

Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger

Nicht zuletzt, wer selber schon in Not war, ist froh, dass es sie an deutschen Küsten gibt: die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Sie finanziert sich ausschließlich durch Spenden und freiwillige Zuwendungen. Die Seenotretter halten sich an der Nord- und Ostsee zu jeder Uhrzeit und bei jedem Wetter einsatzbereit. Unter den ca. 1000 Seenotrettern sind 800 Freiwillige, die sich auf 55 Stationen an der deutschen Küste verteilen. Mit den Spenden bringt sie auch ihre Flotte aus 60 Seenotrettungskreuzern und -booten sowie deren Ausrüstung und Technik immer wieder auf den neuesten Stand, damit die Retter im Dienst sowie die Schiffbrüchigen sicher wieder an Land zurückkehren. Ob mit Spenden, mit ehrenamtlichem Engagement oder Aufstellen des bekannten Spendenschiffchens können Sie die DGzRS auf unterschiedliche Weise unterstützen.
https://www.seenotretter.de/wer-wir-sind/

 

Friedensflotte Mirno More

Seit 1992 bringt das Segelprojekt Mirno More Kinder und Jugendliche mit ganz unterschiedlichen Hintergründen zusammen, aber sie haben etwas gemeinsam: sie erfahren aufgrund ihrer Biografie oder der Geschichte ihres Landes Benachteiligung in der Gesellschaft. Auf einer Reise durch die Natur der dalmatischen Inselwelt soll sie die Erfahrung von Teamwork, friedlichen Lösungsfindungen bei Konflikten und sozialem Miteinander an Bord stärken und Vorurteile abbauen. Die Leitziele des Projekts sind Frieden, Völkerverständigung, soziale Integration und Toleranz. Mit über 100 Schiffen ist es das größte sozialpädagogische Segelprojekt Europas. Die Teilnehmer kommen aus Kinderheimen und -dörfern, Sozialwohngemeinschaften und Therapieeinrichtungen, es sind Kriegswaisen, Flüchtlingskinder, Behindertengruppen oder andere Menschen mit besonderen Bedürfnissen.
http://www.mirnomore.org/

 

Segelrebellen

Die Segelrebellen bringen junge Krebspatienten an Bord, um sie auf das Abenteuer Segeln mitzunehmen. Damit wollen sie den jungen Erwachsenen Mut geben, nach bestandener Therapie wieder zurück ins Leben zu gehen oder auch während der Therapie auf andere Gedanken zu kommen und Rückenwind zu geben. Seit fünf Jahren sind die Rebellen schon aktiv und machen den Teilnehmern wieder bewusst, was alles möglich ist im Leben. Mit den Spenden finanzieren sie die Kosten für die einzelnen Teilnehmer und den Erhalt der Schiffe.
https://www.segelrebellen.com/

 

 

Sea Watch

Mit der Rettung von Flüchtlingen aus dem Mittelmeer beschäftigt sich der Verein Sea Watch. Er ist aus einer Initiative von Freiwilligen hervorgegangen, die sich 2014 zusammengeschlossen haben, um Menschen, die bei ihrer Flucht auf dem Mittelmeer stranden, vor dem Ertrinken zu bewahren. Der Verein setzt sich aus Ehrenamtlichen und Freiwilligen zusammen, aus Aktiven wie Schiffstechnikern, Ärzten, Kapitänen und Logistikern sowie Unterstützern aus ganz Europa. Gerettete werden an Bord mit Trinkwasser und von Ärzten und Sanitätern medizinisch versorgt. Anschließend geht es in Absprache mit dem MRCC Rom in einen sicheren Hafen.
https://sea-watch.org/

 

Deutsche Stiftung Meeresschutz

Die Deutsche Stiftung Meeresschutz ist eine Bürgerstiftung aus Tier- und Naturschützern, die sich für bedrohte Meeresbewohner und ihre Lebensräume einsetzt. Inspiriert wurden sie durch den Einhand- und Weltumsegler Rollo Gebhard, der auch als Tierschützer aktiv war. Die Stiftung arbeitet mit Forschern und Organisationen zusammen und fördert Projekte zum Erhalt der Meeresökosysteme. Dabei geht es um Schutzprojekte, nachhaltige Fischerei, Aufklärungsarbeit zum Beispiel zum Schutz von Haien, nachhaltigen Tourismus und die Rettung aussterbender Arten.
https://www.stiftung-meeresschutz.org/

 

Sea Shepherd

Wer beim Umweltschutz auf ein aktiveres Eingreifen setzt, der liegt bei Sea Shepherd richtig. Die 1977 gegründete Organisation stellt sich in ihren Aktionen Walfängern in den Weg und hilft Staaten mit Patrouillenbooten und Dokumentationsausrüstung dabei, gegen illegale industrielle Fischerei vorzugehen. Ebenso setzt die Organisation Patrouillen ein, um bedrohte Tierarten vor Wilderern zu schützen. Auch das Informieren der Öffentlichkeit durch Aktionen in Städten sowie Infoständen gehört dazu. Die Organisation setzt sich aus Freiwilligen auf See und an Land zusammen und wird finanziell von Spenden und Fundraisings unterstützt.
https://sea-shepherd.de/

 

Ghost Fishing

Es ist wohl das Zeitalter des Aufräumens hinter der Menschheit angebrochen und wie an Land, hat sich auch in den Weltmeeren eine Masse von Hinterlassenschaften in verschiedenster Form angesammelt. Mit den tieferliegenden Problemen beschäftigt sich die Organisation Ghost Fishing. Sie hat es sich weltweit zur Aufgabe gemacht, verlorene oder verlassene Fischerausrüstung aus Schiffswracks, von Küsten sowie vom Meeresboden zu bergen. Die UN schätzt, dass 640.000 Tonnen solcher Geisterfischausrüstung jährlich in den Ozeanen ausrangiert oder verlassen werden. Jedes Mal finden die Ghost-Fishing-Aktivisten dabei Tiere, die in den Geisternetzen verendet sind. Kleinere Tiere ziehen wiederum größere Tiere an, die ebenfalls einen qualvollen Tod in den verlassenen Fallen erleiden. Wasser belastende Ausrüstung wie Bleigewichte gehören ebenfalls zu den Bergungsgegenständen. Die Taucher, die ehrenamtlich für die Organisation arbeiten, sind je nach Fund mit großen Tiefen, Strömungen, kalten Temperaturen und verschiedensten Bergungsbedingungen konfrontiert. Auch in der Nordsee und in beliebten Urlaubsregionen von uns Deutschen sind die Taucher aktiv. In der niederländischen Nordsee haben sie 2019 allein 23 Tonnen Netze geborgen. Die Netze werden recycelt und zu Garn verarbeitet, aus denen zum Beispiel Schwimm- und Sportbekleidung, Socken und Teppiche entstehen.
www.ghostfishing.org

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