Verpflegung im Segelurlaub – Einkäufe richtig planen und den Urlaub entspannt genießen

Einkaufen zu Törnbeginn
Viele genießen es, im Urlaub Zeit und Ruhe zum Kochen zu haben. Das ist sicher der beste Grund, die Pantry zu füllen. In manchen Revieren bietet sich schon aus Kostengründen das Selbstkochen an. Also  steht am Ankunftstag häufig ein Großeinkauf an. Oft ist das sinnvoll, vor allem, wenn die Einkaufs- und Einkehrmöglichkeiten unterwegs eingeschränkt sind. Das kann auch in beliebten Revieren außerhalb der Saison der Fall sein, zum Beispiel in den Schären.  Doch häufig gehört das Anlegen am Buchtenrestaurant auch einfach zum Urlaubserlebnis dazu, zum Beispiel in der Türkei. Ebenso das Einkaufen auf Märkten und in kleinen Läden. In dem Fall kann man den ersten Einkauf auf Frühstückszutaten, Snacks und Bordgetränke beschränken.

Der Einkauf am Törnbeginn kann also je nach Revier, Jahreszeit und Törncharakter ganz unterschiedlich ausfallen. Es ist sinnvoll, sich vorab mit der Crew abzustimmen, wie man sich die gemeinsamen Mahlzeiten im Urlaub vorstellt. So vermeidet man sowohl Unmut unterwegs als auch das Wegwerfen von Nahrungsmitteln am Törnende. Um den Einkauf gemeinsam zu planen, können Apps wie „Bring“ nützlich sein. 

In den meisten Revieren kann vorab Proviant bestellt werden, der dann am Ankunftstag zum Hafen geliefert wird. Teilweise kommt zum Einkaufspreis dann eine Liefergebühr dazu oder es gibt eine Mindestbestellsumme.
Alternativ gibt es in Hafenorten häufig Supermärkte, die einen Lieferservice zur Yacht anbieten. D.h. Sie gehen selbst einkaufen, müssen sich aber nicht um den Transport zur Yacht kümmern. Die nächstgelegenen Supermärkte im Ausgangshafen finden Sie jeweils in unseren Charterunterlagen.
Wer bei der Anreise vom Flughafen zur Marina über einen Mietwagen nachdenkt, kann die gesparten Kosten für einen Proviantservice bei der Kalkulation einrechnen. Denn die Möglichkeit, auf dem Weg einen großen Supermarkt oder Discounter anzufahren, kann sich finanziell auszahlen. Dies gilt besonders, wenn es am Hafen wenig Einkaufsmöglichkeiten und z.B. nur einen teuren Minimarkt gibt. Alternativ bietet es sich in solchen Fällen an, beim Transfer per Taxi einen Zwischenstopp am Supermarkt einzulegen.

Die Bordküche

Das Inventar der Yachten ist auf unserer Webseite einsehbar, sofern uns diese Daten vom Vercharterer zur Verfügung gestellt werden. Manche Partner haben detaillierte Auflistungen der Küchenausrüstung in ihren Yachtbeschreibungen, anderen nennen nur die Grundausstattung. Bei Unklarheiten fragen wir wie immer gerne für Sie nach. 

Insgesamt ist es sinnvoll, eher einfache Gerichte zu planen. So nimmt einem ein fehlendes Küchenutensil oder der Mangel an freien Arbeitsflächen nicht den Spaß am Kochen. Die Planung sieht ähnlich wie beim Urlaub in einer Ferienwohnung oder im Camper aus. Es ist wichtig, grundlegende Zutaten wie Öl, Essig, Salz und Zucker nicht zu vergessen, ansonsten sparen “Allrounder” wie Gewürzmischungen Kosten und Stauraum. Mittlerweile gibt es einige Kochbücher speziell für die Bordküche (z.B. „5  Zutaten- Rezepte fürs Kochen an Bord“), aber auch Camping-Rezepte sind bestens geeignet. Besonders “One-Pot”-Gerichte eignen sich gut für kleine Yacht-Küchen und reduzieren zudem den Abwasch.

Einkaufen unterwegs 

In beliebten Revieren gibt es meist rund um die Häfen eine Infrastruktur aus kleinen Läden und Supermärkten, die die Bedürfnisse von Seglern im Blick haben. In größeren Marinas gibt es häufig Minimärkte. Manchmal kommt die Ware sogar im schwimmenden Bootsladen direkt zum Ankerplatz. Es lohnt sich aber, auch nach besonderen Einkaufsmöglichkeiten wie Märkten und Spezialitätenläden Ausschau zu halten. Hier findet man regionale Besonderheiten, die es in den großen Ketten häufig nicht gibt. Die Webseiten der jeweiligen Tourist-Infos geben in der Regel Auskunft über Markttermine. Auch Weingüter, Olivenbauern und Käsereien etc. bieten manchmal neben Touren und Verköstigungen auch Hofverkäufe an. Um sie zu finden, hilft die örtliche Tourist-Info, ein guter Revierführer oder das Marinapersonal. Auch ein Blick auf Google Maps kann hilfreich sein, um im nächsten Hafen ein paar lokale Köstlichkeiten aufzutreiben. 

Wenn Sie sich während des Törns längere Zeit in Gegenden mit wenig Infrastruktur aufhalten, ist es hilfreich, schon zu Hause Mahlzeiten zu planen und Einkaufslisten zu schreiben. So steht man unterwegs nicht ratlos oder gestresst im Supermarkt und muss sich das Essen für mehrere Tage überlegen. 

Bordkasse

Eine der wichtigsten Fragen, die eine Crew vor dem Törn klären sollte, ist der Umgang mit der Bordkasse. Zahlt man alle Einkäufe gemeinsam, auch alkoholische Getränke? Und die Restaurantbesuche? Hier können sowohl die Vorstellungen als auch die finanziellen Möglichkeiten auseinandergehen. Für die praktische Seite gibt es zum Glück heute hilfreiche Apps, die umständliche Rechnerei ersparen können. Ein Beispiel ist die App “Splid”, die auch offline funktioniert und alle gängigen Währungen automatisch umrechnet. 

Planung bei Fernreisen

Bei Urlaubszielen außerhalb Europas ist es sinnvoll, sich vorab zu überlegen, auf welche Produkte man während der Reise nicht verzichten kann oder möchte. Dies gilt insbesondere für Reiseziele wie zum Beispiel Kuba, wo auch für uns selbstverständliche Grundnahrungsmittel manchmal nicht verfügbar sind. In der Regel lässt sich im Internet schnell herausfinden, ob es im Urlaubsland Versorgungsprobleme gibt oder ob spezielle Produkte verfügbar sind. Manchmal ist der Verkauf von Alkohol z.B. nur zu bestimmten Zeiten (z.B. Thailand) oder in bestimmten Geschäften (z.B. Schweden) gestattet. Natürlich weisen wir auch in unseren Unterlagen darauf hin und klären eventuelle Fragen gerne mit unseren Partnern vor Ort ab. Auch die Regelungen bei der Einfuhr von Nahrungsmitteln, Medikamenten, Alkohol und Zigaretten sollten vorab überprüft werden, z.B. auf der Länderseite des Auswärtigen Amtes: https://www.auswaertiges-amt.de/de/service/laender 

 

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