Törnbericht: Ab Lefkada durch die Inselwelten

  Wer: Thomas Preiß mit kleiner Crew
Crewgröße: 3 Personen
  Wann: 1 Woche vom 06.06. bis 13.06.26 
  Route: Lefkada – Potamaki Beach/Paleros – Vathy (Ithaka) – Lefkada – Meganisi – Kalamos – Kastos – Potamaki Beach/Paleros – Lefkada
  Level: Entspannt
Segelstil: Segeln, Erholung, Spaß
Wetter: Sonnig mit 2-4 Windstärken

 

Vorwort

Das Ionische Meer kannten wir bereits von früheren Törns. Im Herbst 2021 war ich bereits von Lefkada gestartet und 2025 führte uns ein Törn ab Korfu ebenfalls in dieses Revier. Für uns stand fest, dass wir wiederkommen würden, denn längst hatten wir noch nicht alle Ecken des Ionischen Meeres gesehen.

Dieses Mal entschieden wir uns erneut für Lefkada als Ausgangspunkt. Ein wesentlicher Grund dafür war die unkomplizierte Anreise. Von Frankfurt gibt es eine ausgezeichnete Verbindung nach Aktio/Preveza. Der kleine und übersichtliche Flughafen liegt zudem nur eine kurze Transferfahrt von Lefkada entfernt. Viel kürzer kann der Weg vom Flugzeug zur Charterbasis eigentlich kaum sein.

Für unseren einwöchigen Törn waren wir zu dritt unterwegs: mein Sohn, der Onkel meiner Schwiegertochter und ich. Als Yacht hatten wir eine Dufour 41 gechartert. Da wir viele der bekannten Anlaufpunkte des Reviers bereits kannten, wollten wir uns dieses Mal einige neue Buchten und Ziele ansehen.

06.06. – Anreise und Yachtübernahme

Unser Flug landete pünktlich um 15:05 Uhr am Flughafen Aktio. Nach kurzer Wartezeit nahmen wir unser Gepäck entgegen und verließen das Terminal in Richtung Taxistand. Einen Transfer hatten wir vorab nicht gebucht. Für September würde ich dies allerdings empfehlen, da das erhöhte Aufkommen an Urlaubern die Transferunternehmen stark auslastet. Auf dem Weg zum Stadthafen mussten wir noch die Drehbrücke passieren. Angeblich gibt es dafür feste Öffnungszeiten, wirklich verlässlich scheinen diese aber nicht zu sein. Auch unser Taxifahrer war etwas nervös und froh, dass wir noch rechtzeitig hinüberkamen. Je nach Schiffsverkehr kann die Schwenkbrücke geöffnet werden, sodass man hier eine halbe bis eine Stunde Wartezeit einplanen sollte.

Gegen 17 Uhr erreichten wir den Steg und freuten uns auf „unsere“ Dufour 41. Ich bin mir recht sicher, dass die heutigen Schwimmpontons bei meinem Törn 2021 nicht vorhanden waren und sich die Liegeplätze entlang der Kaimauer verteilten. Für mich stellen die Pontons eine deutliche Verbesserung dar. Die Pontons sind vernünftig mit Klampen ausgestattet und vor allem liegt man direkt an der Stadt. Entlang des Hafens gibt es zahlreiche Restaurants, auch kleinere Einkaufsmöglichkeiten sind bequem zu Fuß erreichbar. Aus diesen Gründen gefällt mir der Stadthafen besser als die große Marina D-Marin.

Einziger Nachteil sind die fehlenden sanitären Anlagen. Für uns löste der Vercharterer das allerdings sehr unkompliziert: Mit dem Schlüssel für die Yacht bekamen wir auch Zugang zu seinem Büro und konnten dort jederzeit Dusche und Toilette benutzen.

Auch die eigentliche Yachtübernahme war angenehm unkompliziert. Nach unserer Ankunft konnten wir praktisch direkt an Bord und der Check-in wurde zügig durchgeführt. Hinter dem Vercharterer steht nur ein kleines Team, das sich dafür sehr persönlich um die Crews kümmert. Das italienische Ehepaar und seine Mitarbeiter waren ausgesprochen engagiert und hilfsbereit.

So konnten wir uns ohne Verzögerungen an Bord einrichten und die Dufour 41 für den ersten Schlag am Sonntag vorbereiten.

07.06. – Erster Schlag zum Potamaki Beach

Am Sonntagmorgen machten wir uns gegen 11 Uhr auf den Weg. Zunächst ging es südlich durch den Kanal von Lefkada. Hier sollte man sich unbedingt an das Fahrwasser halten und nicht versuchen, an den Tonnen abzukürzen. Direkt daneben wird es sehr schnell sehr flach, und teilweise ist das Land tatsächlich zum Greifen nah.

Nach der Kanaldurchfahrt segelten wir zunächst ein gutes Stück südlich hinaus und machten uns mit den Segeleigenschaften der Dufour 41 vertraut. Nach gut drei Stunden orientierten wir uns anschließend nordöstlich entlang der Festlandküste. Da wir keinen Zeitdruck hatten, schauten wir uns unterwegs verschiedene kleinere Buchten an. Einige davon waren bereits recht gut besucht, sodass wir weiterfuhren und gegen 16:30 Uhr schließlich die große Bucht am Potamaki Beach erreichten.

Die Bucht hat mir ausgesprochen gut gefallen. Sie ist sehr weitläufig und bietet bei Wassertiefen von etwa fünf bis zehn Metern reichlich Platz zum freien Ankern. Bei unserer Ankunft lagen dort gerade einmal fünf Yachten, obwohl problemlos ein Vielfaches davon Platz gefunden hätte. Lediglich auf die Seegrasflächen sollte man beim Setzen des Ankers achten.

Für mich ist der Potamaki Beach damit auch ein guter Tipp für Crews, die am ersten Chartertag noch aus Lefkada auslaufen möchten, aber nicht mehr viel Zeit haben. Von Lefkada sind es lediglich 12 nm, die man in weniger als drei Stunden erreichen sollte. Nach der Kanaldurchfahrt ist die Bucht ohne schwierige Anlegemanöver erreichbar, und man findet ausreichend Platz zum Ankern. Selbst bei einer Südwestlage bis etwa Windstärke vier würde ich sie aufgrund ihrer Größe und des großen Abstands zum Ufer noch als mögliche Option ansehen.

Wir ankerten ungefähr in der Mitte der Bucht. Von den Strandbars am Ufer war etwas Musik zu hören, diese störte uns aber aufgrund der Entfernung nicht. Einen Landgang machten wir an diesem Abend nicht. Wir hatten ausreichend Proviant an Bord und kochten in aller Ruhe unser Abendessen. Zu meiner Freude sind meine Mitsegler hervorragende Köche, wodurch mein Mitwirken hinfällig war. Wir verbrachten einen wunderschönen Abend bei bester Laune in der Bucht.

Tipp: Bei Schwerwetter würde ich die Bucht südlich der Marina Nydri empfehlen. Aufgrund des schmalen Meerzugangs ist die Wasserqualität, im Vergleich zu anderen Buchten, allerdings nicht sonderlich gut. 

Alternative bei Schönwetter: Schwimmsteg Sivota, hier sollte man allerdings im Restaurant 12 Gods vorreservieren.

08.06. – Ithaka und Probleme mit der Ankerwinde

Am Montagmorgen verließen wir unseren Ankerplatz früh, denn unser Tagesziel war Ithaka. Da nur wenig Wind angekündigt war und wir wussten, dass die beliebten Plätze dort schnell voll werden, wollten wir möglichst früh ankommen.

Wir steuerten die große Bucht bei Vathy an. Hier ist primär der Bereich beim Restaurant Tsiribis interessant. Vor dem Restaurant befindet sich ein öffentlicher Steg, den ich bereits von früheren Törns kannte. Südlich davon liegt eine große Tonne, die einen guten Orientierungspunkt bei der Ansteuerung bietet. Etwa zehn Meter davor kann man den Anker werfen und anschließend rückwärts an den Steg gehen. Die Wassertiefe beträgt dort zwar rund 20 bis 22 Meter, mit ausreichend Ankerkette ist das aber gut machbar. Der Liegeplatz selbst ist kostenlos.

Gegen 15 Uhr wollten wir dort unser Ankermanöver fahren. Dabei bekamen wir allerdings Probleme mit unserer Ankerwinde. Zunächst vermutete ich, dass sich der Anker verfangen hatte. Nachdem wir ihn schließlich manuell hochgeholt hatten, zeigte sich jedoch, dass das Problem an der Winde selbst lag.

Wir probierten noch etwa eine Stunde verschiedene Möglichkeiten aus, sprachen u. a. mit der Basis und ließen die Ankerwinde abkühlen, aber ohne Erfolg. Gegen 16 Uhr sprach ich erneut mit dem Vercharterer und besprach die möglichen Optionen. Glücklicherweise lagen einige Ersatzteile im Büro des Vercharterers bereit. Da wir ohne funktionierende Ankerwinde unseren Törn nicht fortsetzen wollten, blieb uns nur die Rückkehr nach Lefkada.

Damit wurde aus dem geplanten Abend auf Ithaka ein langer Rückweg. Im Kanal von Lefkada zeigte sich noch einmal, dass dieser bei entsprechender Windrichtung wie eine Düse wirken kann. Obwohl außerhalb nur etwa drei bis vier Windstärken herrschten, bekamen wir dort bei Nordwest- beziehungsweise Nordostwind Böen bis etwa Windstärke sechs direkt von vorn. Gegen 21:00 Uhr erreichten wir schließlich wieder unseren Ausgangshafen in Lefkada.

Damit hatten wir an diesem Tag statt eines entspannten Abends auf Ithaka mehr als 60 Seemeilen zurückgelegt. Der Vercharterer empfing uns freundlich und versprach, sich gleich am nächsten Morgen um die defekte Ankerwinde zu kümmern.

09.06. – Reparatur und weiter nach Meganisi

Am Dienstagmorgen kümmerte sich der Vercharterer direkt um unsere Ankerwinde. Der Motor musste komplett getauscht werden. Damit war das Problem schnell behoben und wir konnten unseren Törn fortsetzen.

Im Gespräch erfuhren wir allerdings, dass die Ankerwinde auf unserer gerade einmal zwei Jahre alten Dufour 41 bereits mehrfach Probleme bereitet hatte. Nach meinem Eindruck ist sie für die Yacht schlicht zu knapp dimensioniert. Gerade wenn man, wie im Ionischen Meer üblich, in größeren Wassertiefen ankert und entsprechend viel Kette ausbringt, läuft der Elektromotor schnell unter hoher Belastung. Bei uns waren am Vortag rund 70 Meter Kette draußen gewesen.

Wir verließen Lefkada erneut und nahmen Kurs auf Meganisi. Unser Ziel war eine der großen Buchten an der Nordostküste. Dort bevorzugen wir den nordwestlichen Bereich südlich des Seaside Boutique Hotels. Man kann relativ dicht an das Ufer heranfahren, den Anker setzen und das Heck anschließend mit zwei Landleinen sichern. Bei meinem früheren Törn hatte ich bereits die benachbarten Buchten ausgekundschaftet, weshalb ich unseren Liegeplatz sehr empfehlen kann.

Bei der Ansteuerung ist allerdings Vorsicht geboten. Rund um die Bucht ziehen sich mehrere Riffe teilweise überraschend weit ins Wasser hinaus. Abkürzungen sollte man deshalb unbedingt vermeiden und lieber einen großzügigen Bogen fahren. Ich hatte bei früheren Besuchen bereits zwei Yachten gesehen, die hier auf Grund gelaufen waren.

Auch für die Landleinen gibt es eine Besonderheit: In der Bucht wird vor Ratten gewarnt. Eine einfache Rattensperre lässt sich aus aufgeschlitzten Plastikflaschen bauen, die über die Landleinen gesteckt werden. Zwei davon hintereinander machen es den ungebetenen Gästen unmöglich, an Bord zu gelangen.

Wir freuten uns über den Abend in der Bucht und genossen die Stille.

10.06. – Von Meganisi nach Kalamos

Am Mittwoch verließen wir unseren Ankerplatz auf Meganisi und nahmen Kurs auf Kalamos. Unser Ziel war die Marina an der Ostseite der Insel. Ich hatte vorher bereits gelesen, dass es dort ziemlich voll werden kann. Inzwischen gibt es vor der Mole zusätzlich einige Bojen, die zu George’s Restaurant gehören.

Wir hatten am Morgen im Restaurant angerufen und eine Boje reserviert. Da es lediglich 12 nm zur Marina waren, gingen wir den Vormittag sehr entspannt an, frühstückten in Ruhe und verließen die Bucht gegen 11:30 Uhr. Wir umschifften Kalamos im Norden der Insel. Als wir gegen 14:00 Uhr ankamen, waren noch einige Bojen frei. Eine Kennzeichnung für reservierte Plätze gab es nicht, die Organisation funktionierte trotzdem problemlos. Georg kam direkt mit dem Boot heraus, half beim Festmachen und kontrollierte anschließend noch einmal persönlich, ob wir sicher an der Boje lagen.

Vom Bojenfeld wird außerdem ein kostenloser Tenderservice zum Restaurant angeboten. Das nutzten wir am Abend natürlich und gingen dort essen. Das Restaurant ist inzwischen recht groß und verteilt sich auf mehrere Terrassen. Dadurch wirkt es trotz der vielen Gäste nicht wie eine Massenabfertigung. Das Essen war sehr gut, preislich etwas höher angesiedelt, für die gebotene Qualität aber absolut in Ordnung.

Beeindruckend war auch, was im kleinen Hafen selbst los war. Neben den ohnehin dort liegenden Yachten waren gleich mehrere Flottillen eingelaufen. Der Hafenmeister versuchte trotzdem, praktisch jede neu ankommende Yacht noch irgendwo unterzubringen. Es wurde geankert, im Päckchen gelegen und jeder verfügbare Platz genutzt. Selten habe ich erlebt, dass jemand in einem so kleinen Hafen mit derart viel Engagement versucht, für jede Crew noch eine Lösung zu finden.

Wir waren dagegen froh über unsere Boje außerhalb des Hafens. Trotz der Lage vor der Mole war es dort ruhig und angenehm. So konnten wir den Abend nach dem Essen entspannt an Bord ausklingen lassen.

11.06. – Rund Kastos und zurück nach Potamaki Beach

Am Donnerstagmorgen ließen wir uns zunächst etwas Zeit. Im Hafen von Kalamos lagen noch immer mehrere Flottillen, und wir wollten uns das Schauspiel ansehen, wie sich die vielen Yachten wieder auseinander sortierten. Es dauerte tatsächlich einige Zeit, bis sich der Hafen geleert hatte.

Anschließend machten wir uns auf den Weg Richtung Kastos und segelten von Osten startend um die Insel herum. Besonders die Ostküste hat mir gut gefallen. Dort gibt es zahlreiche kleine Buchten, von denen einige gerade einmal Platz für drei oder vier Yachten bieten. Bei nördlichen oder westlichen Winden sind sie schöne Möglichkeiten für einen Zwischenstopp. Fast überall sahen wir einzelne Yachten vor Anker liegen.

Auch Kastos selbst mit seinem kleinen Hafen machte vom Wasser aus einen sympathischen Eindruck. Bei einer Ansteuerung von Norden sollte man allerdings genau auf die vorgelagerten Felsen und Riffe achten. Zwischen der kleinen vorgelagerten Insel und Kastos hindurchzufahren war uns zu heikel, weshalb wir sicherheitshalber außen herumfuhren. Besonders hervorzuheben ist die Wasserqualität.

Nach unserer Runde um Kastos segelten wir wieder nach Norden. Unser Ziel für den Abend war erneut die große Bucht beim Potamaki Beach, die wir bereits vom ersten Törntag kannten. Gerade nach den kleinen und teilweise gut besuchten Buchten rund um die Inseln zeigte sich noch einmal, wie angenehm viel Platz man dort zum freien Ankern findet.

Damit schloss sich für uns gewissermaßen der Kreis: Wir verbrachten unsere letzte Nacht noch einmal an einem ruhigen Ankerplatz, bevor es am nächsten Morgen zurück nach Lefkada gehen sollte.

12.06. – Segeln und Rückkehr nach Lefkada

Am Freitagmorgen entschieden wir uns noch für einen ausgiebigen Segeltag und machten uns gegen 10 Uhr auf den Weg. Dieses Mal hatten wir Südwestwind und konnten zunächst noch sehr schön aus der Bucht herauskreuzen. Dabei nutzten wir die Gelegenheit, noch ein paar Manöver zu fahren.

Anschließend ging es weiter Richtung Norden und schließlich wieder durch den Kanal von Lefkada. Gegen 16:30 Uhr erreichten wir unseren Liegeplatz im Stadthafen und waren damit rechtzeitig vor der vereinbarten Rückgabe um 17 Uhr zurück.

Sehr angenehm war die Lösung des Vercharterers für das abschließende Tanken. Statt sich mit den vielen anderen zurückkehrenden Charteryachten an der Tankstelle anzustellen, konnten wir direkt am Liegeplatz einen Tankwagen nutzen. Diesen Service nahmen gleichzeitig mehrere Crews in Anspruch, sodass die Anfahrtskosten geteilt wurden. Der Diesel war zwar etwas teurer, bei unseren rund 30 Litern machte das aber kaum einen Unterschied. Dafür ersparten wir uns die Warteschlange und das Gedränge an der Tankstelle.

Bei der Rückgabe kam noch einmal unsere Ankerwinde zur Sprache. Der Vercharterer erklärte uns, dass der Elektromotor erst wenige Wochen zuvor ausgetauscht worden war. Damit war auf der gerade einmal zwei Jahre alten Dufour 41 bereits die dritte Ankerwinde, genauer gesagt der dritte Motor, verbaut. Für mich bestätigte das den Eindruck, dass die Winde für diese Yacht zu knapp dimensioniert ist.

Der Vercharterer ging mit der Angelegenheit allerdings sehr fair um. Die Kaution wurde uns zunächst vollständig zurückgegeben und anschließend besprachen wir gemeinsam, wie wir mit dem Schaden umgehen. Obwohl ich die Ursache nicht bei unserer Bedienung sah, beteiligten wir uns schließlich mit 250 Euro an den Kosten.

Damit endete unser Törn nach einer abwechslungsreichen Woche wieder in Lefkada.

13.06. – Abreise und Fazit

Nach einer abwechslungsreichen Woche verließen wir die Yacht am Samstagmorgen. Trotz des ungeplanten Abstechers zurück zur Basis wegen der defekten Ankerwinde hatten wir eine schöne und insgesamt entspannte Woche im Ionischen Meer.

Besonders gut gefällt mir an diesem Revier die große Auswahl an unterschiedlichen Zielen. Viele Crews konzentrieren sich auf die bekannten Inseln wie Meganisi oder Ithaka. Dabei lohnt es sich meiner Erfahrung nach, auch die Festlandküste stärker in die Törnplanung einzubeziehen. Dort ist deutlich weniger los und es gibt ebenfalls schöne Buchten und Ankerplätze. An dieser Stelle noch einmal der Hinweis zur Ostküste von Kastos, die uns optisch extrem gut gefallen hat.

Für eine Woche bietet das Revier viele Möglichkeiten, aber eigentlich ist das Ionische Meer wie gemacht für längere Törns. Mit zwei oder drei Wochen Zeit könnte man weiter Richtung Kefalonia und Zakynthos segeln oder gezielt die weniger bekannten Buchten und kleinen Inseln erkunden. Gerade abseits der üblichen Routen gibt es noch viel zu entdecken.

Mit der Dufour 41 waren wir grundsätzlich einverstanden, auch wenn ich dieses Modell für mich nicht noch einmal wählen würde. Die Entwicklung hin zu mehr Komfort und weniger Segelleistung gefällt mir nicht besonders. Vor allem die Selbstwendefock und einige konstruktive Lösungen konnten mich nicht überzeugen. Der Defekt der aus meiner Sicht zu knapp dimensionierten Ankerwinde war natürlich ebenfalls ein deutlicher Minuspunkt.

Sehr positiv in Erinnerung bleibt dagegen der Vercharterer in Lefkada. Das kleine Team war persönlich, engagiert und hilfsbereit. Sowohl die unkomplizierte Yachtübernahme als auch die schnelle Reparatur unserer Ankerwinde haben gezeigt, wie angenehm es ist, wenn sich vor Ort jemand wirklich um seine Crews kümmert.

Und eines steht für uns nach dieser Woche fest: Im Ionischen Meer waren wir garantiert nicht zum letzten Mal.