Segeln und Nachhaltigkeit – Tipps für den nächsten Urlaubstörn: Die Anreise

Segeln ist eine umweltfreundliche Fortbewegungsart, wenn Wind und Strömungen genutzt werden können. Hilft alles nichts, muss auch hier wie bei Auto und Flugzeug der Motor ran. Man nutzt auf seinem Urlaubstörn die Ressourcen der Region wie Wasser und Strom, Dienstleistungen und Produkte, produziert Müll, begibt sich in die dortige Natur, nutzt die Infrastruktur in Orten und Städten und tritt in Kontakt und den Austausch mit den Einheimischen. All das kann positive und negative Auswirkungen haben, zumal man nicht der einzige Tourist ist. So hinterlässt jede Aktivität und jede Reise ihre Spuren. Aber es gibt einiges, was man tun kann, um seinen Urlaubstörn auf verschiedene Weise nachhaltiger zu gestalten und bewusster zu reisen. In der Reihe Segeln und Nachhaltigkeit haben wir einige Tipps für Sie zusammengetragen. Heute geht es um die Anreise.

Die Anreise

Bei der Anreise stellt sich natürlich die Frage nach den Möglichkeiten der Verkehrsmittel. Je weiter das Urlaubsziel entfernt liegt, desto eher ist man auf das Flugzeug angewiesen. Ist ein anderes Verkehrsmittel wie Zug oder Bus nicht möglich, sollte der Aufenthalt vor Ort länger sein, sodass der Mobilitätsaufwand der Nutzungsdauer entgegenkommt. Länger und dafür vielleicht auch weniger zu reisen, bietet auch Vorteile in anderer Hinsicht: Man hat weniger An- und Abreisestress oder die Chance, noch innerhalb des Urlaubs den Jetlag zu überwinden, und es bleibt mehr Zeit, sich auf das Land und die Region einzulassen, in die Kultur einzutauchen und Entspannung zu finden. Auch ein Flug mit so wenig Zwischenstopps wie möglich ist sparsamer hinsichtlich des Kerosinverbrauchs.

Wer eher an Kurztrips denkt, findet eventuell auch in der Nähe passende Ziele. Vielleicht muss auch eine längere Reise gar nicht so weit weg gehen. Je nachdem, welches Ziel der Urlaub haben soll – ob Entspannung, Outdooraktivitäten, sportliches Segeln, kulinarischer Trip oder inspirierender kultureller Input – kann dies vielleicht auch in der Nähe verwirklicht werden. Im Gegensatz zu anderen Kontinenten sind gerade wir in Europa mit einer Vielzahl an Kulturen, Sprachen, Landschaften, Meeren sowie verschiedenen Küsten und Revieren so nah beieinander verwöhnt. Hier kann man schauen, ob das Ziel mit dem Zug oder Bus erreichbar ist, im Sinne eines „Rail/Ride & Sail“. Zum Beispiel nach Flensburg oder Stralsund und von hier aus mit der Yacht in die Dänische Südsee oder zur Südküste Schwedens starten. Bei mehr Gepäck kann man hierbei den Gepäckservice der Deutschen Bahn in Anspruch nehmen. Vom Süden Deutschlands sind auch die nördliche Adria und das Ligurische Meer als Startpunkte damit machbar. Bei Anderswo findet man Tipps zur Ticketfindung und Anreise in europäische Länder mit der Bahn.

Die Anreise ist für uns mittlerweile häufig zur Notwendigkeit geworden, um schnell im ersehnten Urlaub anzukommen. Wer sie bereits als Teil des Urlaubs sieht, findet vielleicht auch in der langsameren Fortbewegungsvariante seinen Spaß. Eine unterhaltsame und inspirierende Lektüre (auch außerhalb des Urlaubs) zum Thema Slow Travel bietet das gleichnamige Buch von Dan Kieran.

Auch die Messe boot Düsseldorf, die dieses Wochenende startet, beschäftigt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit im Wassersport und bietet in Halle 11 den Aktionsstand „Love your Ocean“ an. Hier zeigt die Initiative, welche Projekte es zum Gewässer- und Meeresschutz gibt, was Unternehmen und Verbände bereits tun und was man selber im Wassersport umsetzen kann. Es gibt auch Mitmachaktionen für Kinder. Ebenso sind auf der Messe Naturschutzorganisationen wie Sea Shepherd, Reef Check und Sharkproject vertreten.

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