Sehnsucht nach Italien: mit dem Auto in den Segelurlaub

Wer dieses Jahr nicht mit dem Flugzeug in den Segelurlaub reisen möchte, findet etwa in Italien Ziele, die noch mit dem Auto gut erreichbar sind und einen Segeltörn mit Sonnenfaktor versprechen. Für Hin- und Rückfahrt sowie in Italien selbst gelten dieses Jahr wieder besondere Reise-Regeln. 

Der Weg nach und von Italien in Zeiten von Corona (Stand 13.07.2021)

Der Transit durch Österreich und die Schweiz ist zurzeit ohne triftigen Grund, Quarantäne, elektronische Registrierung und Testpflicht möglich. Österreich darf man ohne Zwischenstopp passieren, der Transit durch die Schweiz ist möglich, wenn die Einreise in das weitere Transit- oder Zielland gesichert ist und der Transit auf direktem Wege passiert. Die Route durch Österreich führt in der Regel über den Brenner, in der Schweiz häufig durch den Sankt-Gotthard-Tunnel oder alternativ über den San-Bernadino-Pass. Wer in der Nebensaison über den Pass fährt, sollte bei der Bereifung daran denken, dass hier Schnee liegen kann. Bei der Routenplanung kann zum Beispiel Viamichelin helfen. 

In Italien entfällt die Quarantäne für Deutsche, Österreicher und Schweizer. Die Einreise ist generell per Online-Formular anzumelden. Es wird entweder ein EU-Covid-Zertifikat, ein Geimpften-, Genesenennachweis oder ein negativer Antigen- oder PCR-Test benötigt. Beide Tests dürfen bei Einreise nicht älter als 48 Stunden sein. Kinder unter 6 Jahren sind von der Testpflicht ausgenommen. In Italien gilt auch bei der Autofahrt Abstand. Wenn mehr als 1 Haushalt im Auto sitzt, greift die Maskenpflicht und es dürfen im klassischen Fünfsitzer nur maximal 3 Personen sein. Der Beifahrersitz muss freibleiben, hinten sind die beiden Fensterplätze zu nutzen. Pro weitere Sitzreihe sind jeweils zwei Personen auf den Außenplätzen erlaubt. 
Zurzeit können Sie ohne Einschränkungen in Italien reisen, da alle Regionen in die weiße Kategorie fallen. Eine interaktive Karte von Italiens Regierung zeigt immer die aktuelle Einstufung an. 

Bei der Rückreise müssen Sie zurzeit keine Einreiseanmeldung ausfüllen und unterliegen keiner Testpflicht, wenn Sie nicht mit dem Flugzeug reisen, denn Italien gilt nicht als Risikogebiet. Auch die Reisewarnung hierhin wurde aufgehoben. Die aktuelle Inzidenz für Italien können Sie hier checken. 

Mehr zum EU-Covid-Zertifikat und den aktuellen Ein- und Rückreiseregeln finden Sie in unserem Corona-Blog.

 

Vignetten und Maut

Österreichische Vignette

Schweizer Vignette

In Österreich und der Schweiz benötigt man eine Vignette für die Reise. Sie erhalten Sie an deutschen Tankstellen vor der Grenze, an jeder österreichischen/schweizer Tankstelle oder können Sie im Vorhinein online bestellen (siehe kommende Links). Österreich hat verschiedene Vignetten: für 10 Tage, 2 Monate oder 1 Jahr. Für das Motorrad gibt es in Österreich eigene Vignetten. Die Schweiz hat dagegen nur eine Jahres-Vignette. Die Links zum ADAC geben einen Eindruck von den Kosten. Auf der Brennerstrecke entfällt auch eine Sondermaut. Wie Sie die Vignette richtig anbringen, können Sie hier beim ADAC nachlesen.

Auf den meisten Autobahnen in Italien muss man Maut bezahlen. Zumeist muss man ein Ticket bei der Auffahrt ziehen und bei der Abfahrt bezahlen. Die Gebühr ist dann abhängig von der Strecke, die zurückgelegt wurde. Für einige Strecken wird ein Pauschalbetrag erhoben. Anstatt Bargeld werden auch gängige Kreditkarten oder die sogenannte Viacard, die an Raststätten oder wichtigen Tank- und Mautstellen erhältlich ist, angenommen. Die Viacard ist zeitlich unbegrenzt und nicht personengebunden. Mit einem Mautrechner können Sie sich eine Vorstellung von den Gebühren und den Routenmöglichkeiten verschaffen.

Sardinien

Beliebte Abfahrtshäfen von Fähren nach Sardinien sind Genua und Livorno, die mit dem Auto etwa von München aus ohne Zwischenstopp in rund 8 Stunden erreichbar sind. Weitere sind zum Beispiel Piombino und Civitavecchia, welches sich mit einem Besuch in Rom verbinden lässt. Ankunftshäfen sind im Norden häufig Olbia und das nahegelegene Golfo Aranci, von denen Sie direkt von Olbia oder vom 20 Minuten entfernten Portisco starten können. Es fahren auch Fähren in den Süden Sardiniens nach Cagliari. Am Kürzesten dauert die Fähre von Piombino nach Olbia zwischen 5 und 6 Stunden. Somit gibt es die Möglichkeit, tagsüber überzusetzen, aber man kann auch Kabinen buchen und über Nacht fahren. 

In Olbia und Golfo Aranci befinden Sie sich im Nordosten Sardiniens an der beliebten Costa Smeralda. Hier geht es mondäner zu und in den Marinas kann man ein wenig Luxusyacht-Sightseeing betreiben. Die Küste bietet aber auch kleine Fischerörtchen zum Entdecken und viele Buchten zum Bummeln. Auf dem Maddalena-Archipel an der Nordostspitze finden sich feinsandige Strände in türkisblauen Buchten und schöne Ankerplätzen zum Verweilen. Erfahrene Segler können von hier aus nach Korsika segeln und den Lavezzi-Archipel sowie die Stadt Bonifacio ansteuern, die imposant auf steilen Felsklippen über dem Meer ragt. 

Strände, türkisblaues Wasser und grüne, felsige Landschaft – typisch für den Nordosten Sardiniens. ©Massimo Virgilio

Ligurisches Meer und Cinque Terre

Von der französischen Grenze erstreckt sich das Ligurische Meer zwischen Korsika und der italienischen Riviera und Toskana vorbei bis zur Insel Elba. Im Norden fällt die Küste lieblicher aus, wie schon die Namen verraten: Palmen- und Blumenriviera. Hier an der Riviera di Ponente westlich von Genua liegen blühende Küstenstreifen, feine Sandstrände und hübsche Dörfer beieinander. Wer einen Städtetrip mit einbeziehen möchte, kann von Genua aus starten und die prächtige Stadt mit seinen Palazzi besichtigen. Wer es lieber ruhiger mag, startet von Loano aus. 

Östlich von Genua erstreckt sich die Riviera di Levante. Hier prägt das Gebirge die Küste und bringt landschaftlich schöne Abschnitte hervor wie etwa die Cinque Terre. Diese Region ist beliebt wegen seiner Dörfer mit bunten Häusern, die an Steilküsten über dem Meer sitzen und gerade vom Wasser aus malerische Szenerien bieten. Hier eignen sich auch Lavagna und La Spezia als Startpunkte.

Das Revier ist auch für Segler mit weniger Erfahrung in der Hauptsaison geeignet. Hier liegen die Marinas nah beieinander, sodass in kurzen Distanzen immer ein Hafen erreichbar ist. Einzig der Libeccio kann in der Nebensaison von Südwest stärker daherkommen. 

Im Norden Sandstrände, südlicher bunte Dörfer auf Klippen. Le Grazie auf dem Weg dazwischen. ©Chris Rosiak

Toskana und Elba

Die Stützpunkte in der Toskana bieten nicht nur gutes Essen zum Törnstart in einer kulinarisch beliebten Region, sondern auch die Gelegenheit zum Insel-Hopping. Hier liegt der Toskanische Archipel mit seinen sieben Inseln, darunter Elba als bekannteste, und auch nicht weit Korsika. An deren geschützteren Ostküste liegen die langen Sandstrände der französischen Insel. Als Startpunkte auf dem Festland bieten sich zum Beispiel CastiglioncelloSan Vincenzo oder Puntone di Scarlino an.

Die Insel Elba, im Schutze Korsikas liegend, ist auch für Familien und weniger erfahrene Segler ein schönes Ziel. Eng mit Napoleon verknüpft kann man auf der Insel sein Schicksal in Museen und seinen beiden Villen nachverfolgen. Auf Elba und den anderen Inseln finden sich schöne Strände, interessante Tauchspots und jede von ihnen hat ihren eigenen landschaftlichen Charakter.

Elba, eine von sieben Inseln des Toskanischen Archipels. ©Balate Dorin/AdobeStock

Für ein unverbindliches Angebot oder Fragen kontaktieren Sie uns gern unter info@1a-yachtcharter.de oder per Telefon unter +49 5741 3222690. Oder schauen Sie sich unser Yachtangebot für Norditalien und Sardinien an: 

Yachtsuche für Norditalien und Sardinien

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